Arbeitsmedizinische Untersuchungsangebote

Die arbeitsmedizinischen Untersuchungen sind auf Basis des Arbeitssicherheitsgesetzes in der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) geregelt. Die ArbMedVV unterscheidet zwischen Angebotsuntersuchungen, Pflichtuntersuchungen und Eignungsuntersuchungen.
Angebotsuntersuchung

Arbeitsmedizinische Untersuchungsangebote bietet die Praxisklinik Arbeitsmedizin in Moers für diese Untersuchungsarten an:

1. Angebotsuntersuchung

Angebotsuntersuchungen in der Arbeitsmedizin sind Untersuchungsangebote an den Arbeitnehmer bei der Durchführung gefährdender Tätigkeiten.

Eine Angebotsuntersuchung ist eine gute Gelegenheit, die Mitarbeiter für Gefahren und für die Gesundheitsprävention zu sensibilisieren und zu motivieren. Sie stärkt das Vertrauen der Mitarbeiter in den Fürsorgewillen des Arbeitgebers. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Arbeitnehmer besonders die Situation einer Angebotsuntersuchung nutzen, um ihre Fragen und Sorgen mit dem Arbeitsmediziner zu besprechen.

Typische Angebotsuntersuchungen, die in unserer Praxis angeboten werden sind:

  • G37 Bildschirmarbeitsplatzuntersuchung
  • G46 Muskel- und Skeletterkrankungen
  • Wunschvorsorgeuntersuchung

2. Eignungsuntersuchung

Die Notwendigkeit zu einer Eignungsuntersuchung in der Arbeitsmedizin ergibt sich z. B. bei der Bewerbung für einen bestimmten Arbeitsplatz. Sie kann sich auch bei einem laufenden Arbeitsverhältnis bei besonderem Anlass oder in regelmäßigen Abständen ergeben und wird auf Veranlassung des Arbeitgebers durchgeführt.

3. Pflichtuntersuchung

Die ArbMedVV sieht diese Plichtuntersuchungen in der Arbeitsmedizin bei speziell definierten gefährdenden Tätigkeiten vor.

Arbeitsmedizin ist Prävention – im Interesse der Mitarbeiter und des Betriebes. Nur wer die gesundheitlichen Anforderungen eines Arbeitsplatzes erfüllt, kann diesen dauerhaft sicher und zufrieden ausfüllen. Für den Mitarbeiter ist dies eine einmalige Chance, individuell auf die Anforderungen des Arbeitsplatzes untersucht und beraten zu werden. Für den Arbeitgeber gibt eine solche Untersuchung Planungs- und Rechtssicherheit besonders bei sensiblen Aufgaben, wie Fahr- und Steuertätigkeiten, Umgang mit Gefahrstoffen oder Arbeiten mit Absturzgefahr. Pflicht- und Eignungsuntersuchungen sind daher mehr als eine lästige gesetzliche Verpflichtung. Sie sind für alle Beteiligten Voraussetzung für ein dauerhaftes und zufriedenstellendes Arbeitsverhältnis – für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber.

4. Wunschvorsorge

Der Arbeitgeber hat arbeitsmedizinische Vorsorge auf Wunsch des Beschäftigten zu ermöglichen, sofern aufgrund der Beurteilung der Arbeitsbedingungen mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen ist. Wie der Name bereits ausdrückt, ist diese Wunschvorsorge in der Arbeitsmedizin nicht verpflichtend.