Arthrose

Die Alterung von Knorpel führt im fortgeschrittenen Stadium zu einer Zerstörung des Gelenkes mit Schmerzen, Entzündungen und Einschränkungen der Gelenkfunktion. Für den Patienten bedeutet dies eine Einschränkung seiner Lebensqualität. Häufige behandlungsbedürftige Arthroseformen sind die

  • Arthrose im Knie (Gonarthrose)
  • Arthrose im Hüftgelenk (Coxarthrose)
  • Arthrose im Schultergelenk (Omarthrose)
  • Arthrose der Hand
    • Arthrose im Daumensattelgelenk (Rhizarthrose)
    • Arthrose der Fingergelenke (Fingerpolyarthrose)
  • Arthrose im Fuß
    • Arthrose im Sprunggelenk
    • Arthrose im Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus)

Zur Behandlung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Konventionelle Verfahren, wie die Einnahme von Schmerzmitteln, der Ersatz des Gelenkes durch Endoprothesen (künstliche Gelenke) oder die Entlastung des betroffenen Gelenkes sind nicht immer zufriedenstellend. Bewegung gehört zu den grundlegenden Vorsorgemaßnahmen. Aber auch diese muss gezielt gesteuert werden. Koordinationsstörungen können ein effektives Training ebenso behindern, wie falsche Anleitung oder Bewegungseinschränkungen. In der Orthopädie werden daher abhängig von den Beschwerden und Befunden verschiedene Verfahren eingesetzt. Ziel ist eine Schmerzreduktion, Verbesserung der Beweglichkeit und Koordination und eine Verbesserung des Gelenkstoffwechsels.

Folgende Verfahren bieten wir in unserer Praxis an:

  • Operative Behandlung
  • Nicht operative Knorpelbehandlung
  • Verbesserung der Propriozeption

Operative Behandlung

Die Operation ist sicherlich nicht das vorrangige Verfahren, das zur Behandlung des Gelenkverschleißes eingesetzt wird. Aber dennoch ist eine Operation nicht immer zu vermeiden. In der Praxisklinik Asberg werden arthroskopische Behandlungen bereits seit über 20 Jahren ambulant durchgeführt.


Nicht operative Knorpelbehandlung

Vorrangiges Behandlungsziel ist es, eine Operation, solange es möglich und sinnvoll ist, zu vermeiden. Neben der Schmerzreduktion ist es das Ziel, die Knorpelsubstanz zu konservieren und in ihrer Qualität zu verbessern. Da man heute davon ausgeht, dass eine wesentliche Urache der Arthrose die Störung des Gewebestoffwechsels ist, wird durch uns bei einer Arthrose die Ernährung kritsich hinterfragt. Von uns werden folgende ärztliche Behandlungen angeboten, die das Ziel haben, den Knorpelstoffwechsel anzuregen:

Injektion Knie

Vorbereitung einer Spritze ins Knie (© Praxiklinik Asberg)

 


Verbesserung der Propriozeption

Ohne Muskulatur geht nichts. Ein wesentlicher Aspekt der Arthrosebehandlung ist der Erhalt und die Wiederherstellung der Beweglichkeit. Bewegung ist ein natürlicher Schutz gegen Arthrose. Hierbei kommt es aber nicht nur auf die Muskelmasse, sondern auch auf die Qualität der Muskulatur und die Koordination der Bewegung an. Sicherlich sind bei Arthrose Übungen, die eigenverantwortlich oder unter Anleitung gemacht werden, ein Grundpfeiler der Behandlung. Ein besonderer Behandlungsschwerpunkt der Praxisklinik Asberg ist die Verbesserung der Koordination und Muskelkompetenz. Dieses Ziel versuchen wir durch die Versorgung mit

zu erreichen. Der Fuß ist Greif- und Sinnesorgan.

Zebris Ganganalyse

Zebris Ganganalyse und Fußdruckmessung (© Praxisklinik Asberg)

Er ertastet unsere Umgebung und beeinflusst durch seine Informationen die Körperbalance und die Koordination der Muskelketten im gesamten Körper. Da wir die Fähigkeiten unseres Fußes meist nicht trainieren, gehen diese zunehmend verloren. Der Beitrag, den unser Fuß zur Bewegungskoordination beisteuert, wird zunehmend geringer. Viele Störungen unseres Bewegungsapparates sind nicht zuletzt Folge dieser gestörten Steuerung. Mit Hilfe einer differenzierten körperlichen Untersuchung, der 3d-formetric Untersuchung und einer umfangreichen Stand- und Ganganalyse versuchen wir, die Ursache solcher Störungen zu finden. Anhand der Untersuchungsergebnisse leiten wir Empfehlungen zur gezielten Einlagenversorgung ableiten.

Medreflexx Aktiveinlagen

Medreflexx Aktiveinlagen (© Praxisklinik Asberg)

Bei vielen Sportlern finden wir trotz ambitioniertem Training Dysbalancen der Muskulatur. Diese sind häufig Folge eines falschen Trainings. Um diese Fehler zu korrigieren, bieten wir in Kooperation mit pa-training ein Trainings- und Übungsprogramm an. Auch hierbei nutzen wir die Erkenntnisse der differenzierten Bewegungsanalyse.

medizinische Trainingstherapie

Literatur:
Langzeitwirkung vier nicht operativer Behandlungsverfahren der Gonarthrosetherapie hinsichtlich VAS-Score, Deutscher Ärzteverlag, OUP, 2015; 4 (9)
Vladimir Janda, Marie Vavrova: Sensory motor stimulation. In: Craig Liebenson (Hrsg.): Rehabilitation of the Spine. A Practitioner’s Manual. Lippincott Williams & Wilkins, New York 1995, S. 322–323.
Dr. Christiab Thuile, Das große Buch der Magnetfeldtherapie, ÖGEM, 1998.
Sidler, N. Fouché, I. Meth, F. von Hahn, B. von Rechenberg and P.W. Kronen Transcutaneous Treatment with Vetdrop Sustains the Adjacent Cartilage in a Microfracturing Joint Defect Model in Sheep, M. Sidler, N. Fouché, I. Meth, F. von Hahn, B. von Rechenberg and P.W. Kronen, The Open Orthopaedics Journal, 2013, 7, 57-66