Spezielle Arbeitsmedizinische Angebote

Es gibt eine Vielzahl an arbeitsmedizinischen Vorsorge- und Routineuntersuchungen. Diese sind zwingend notwendig, um viele verschiedene Arbeiten bzw. Tätigkeiten ausführen zu dürfen.

Untersuchungen nach dem Mutterschutzgesetz

Unsere Mutterschutzuntersuchungen in Moers werden auf der Basis des Mutterschutzgesetzes durchgeführt. Für jede Schwangere muss eine Gefährdungsbeurteilung ihres Arbeitsplatzes zum Schutz des ungeborenen Lebens durchgeführt werden.

Untersuchungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz

Jugendarbeitsschutzgesetz Untersuchungen müssen auf der Basis des Jugendarbeitsschutzgesetzes vor Aufnahme einer Tätigkeit durch einen Jugendlichen erfolgen. Sie überprüfen den Gesundheitsstatus des Bewerbers, um mögliche arbeitsbedingte gesundheitliche Schäden zu erkennen und nach Möglichkeit zu vermeiden.

Gutachten zur Frage der Einsatzfähigkeit

Besondere gesundheitliche Entwicklungen, z. B. nach langer Krankheit, können eine neue individuelle Beurteilung der Einsatzfähigkeit eines Arbeitnehmers erforderlich machen. Nicht selten kann durch eine stufenweise Wiedereingliederung oder eine vorrübergehende Änderung des Einsatzortes die Rückkehr in das Berufsleben erleichtert werden. Auch die Beurteilung, ob die dauerhafte Anpassung des Arbeitsplatzes ratsam ist, ist typische arbeitsmedizinische Beratungskompetenz.

Gefährdungsbeurteilungen

Bauarbeiter

Das Arbeitsschutzgesetz schreibt die Beurteilung der Gefährdung vor, die von einem Arbeitsplatz bzw. einer beruflichen Tätigkeit ausgeht. Eine Minimierung dieses Gefährdungspotenzials ist im Interesse des Arbeitnehmers und Arbeitgebers. Durch frühzeitiges Einbinden des Arbeitsmediziners in die technischen und organisatorischen Planungsabläufe können Arbeitsausfallszeiten vermieden werden, die Arbeitszufriedenheit verbessert werden und Kosten durch nachträgliche Arbeitsplatzanpassungen eingespart werden. Als Arbeitsmediziner kann ich meine Erfahrung in einer Vernetzung mit Arbeitssicherheitsingenieuren und der Werksleitung einbringen.

Begehungen

Die Begehungen durch die Arbeitsmedizin (Betriebsbegehung) in regelmäßigen Abständen ist eine Verpflichtung, die der Gesetzgeber festgelegt hat. Neben der gesetzlichen Verpflichtung bietet eine solche Begehung die Gelegenheit, gesundheitliche Probleme am Arbeitsplatz zu besprechen, zu erfassen und zu vermeiden.
Neben den regelmäßigen verpflichtenden Terminen können individuelle Arbeitsplatzbegehungen bei konkreten gesundheitlichen Problemen einzelner Mitarbeiter notwendig werden. Oft helfen kleine Veränderungen, um die Arbeitszufriedenheit wieder herzustellen.

Teilnahme an den ASA Sitzungen

Der Arbeitsschutzausschuss (ASA) ist in Deutschland durch das Arbeitssicherheitsgesetz ab einer Betriebsgröße von 20 Mitarbeitern vierteljährlich vorgeschrieben. Er ist ein Organ des betrieblichen Arbeitsschutzes und dient der Unfallverhütung. Nur ein sinnvoll organisierter Arbeitsschutzausschuss erfüllt diese Aufgabe. Als Arbeitsmediziner ist der Unfallschutz unsere Kernkompetenz und unsere Einbindung in die entsprechenden organisatorischen Abläufe somit Voraussetzung für einen effektiven Arbeitsschutz.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Das Sozialgesetzbuch (SGB IX) regelt das betriebliche Eingliederungsmanagement. Es ist eine gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers mit dem Ziel, die konkrete Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers zu überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und den Arbeitsplatz des Betroffenen zu erhalten. Zielgruppe sind Beschäftigte, die in der Summe im Laufe eines Jahres länger als sechs Wochen erkrankt waren. Der Arbeitgeber ist für eine sinnvolle Umsetzung dieses Auftrags auf die medizinische Kompetenz des Arbeitsmediziners angewiesen. Durch unsere langjährige Erfahrung können wir diesen Prozess zielgerichtet gestalten.

Durchführung von Schutzimpfungen

Jährlich führen vermeidbare Erkrankungen zu erheblichen Arbeitsausfallzeiten. Ein typisches Beispiel ist die jährliche Grippewelle. Auch wenn der gesetzliche Kostenträger Schutzimpfungen anbietet, so werden diese oft ohne konkretes terminliches und organisatorisches Angebot nicht genutzt. Für den Betrieb kann es daher sinnvoll sein, eigene Impfangebote zu machen. Als Arbeitsmediziner helfen wir bei der Beratung und führen diese selbstverständlich auch durch.