Welche Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen können bei Ihnen erforderlich werden ?

Punktion

Bei einer Punktion wird in örtlicher Betäubung Flüssigkeit aus einem Gelenk oder einem Hohlraum (Zyste , Bluterguss) gewonnen. Dies dient der Entlastung und kann eventuell auch einer weiteren Diagnostik dienen.

Injektion

Bei einer Injektion wird Flüssigkeit in den Körper eingebracht. Dies kann in ein Gelenk, in die Muskulatur, aber auch in andere Gewebe erfolgen.

Röntgenaufnahmen

Mit Hilfe der Röntgenaufnahmen kann man die Knochen und Gelenkstrukturen beurteilen. Die Höhe der Strahlenbelastung ist von der Art der Aufnahme abhängig.

Gipsverbände

Zur Entlastung oder Ruhigstellung von Extremitäten können stabilisierende oder versteifende Verbände notwendig werden .

Chirotherapie (Manuelle Medizin)

Durch gezielte Handgrifftechniken mit einem schnellen Impuls und geringem Kraftaufwand lässt sich die Chirotherapie bei Bewegungsstörungen  schnell und risikoarm zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit einsetzen.

Physikalische Therapie

Bei der physikalischen Therapie können mit Hilfe von Reizstrom,  Ultraschall, Kälte und Lasertherapie Erkrankungen am Bewegungsapparat in vielfältiger Weise positiv beeinflusst werden.

 

Ist mit Komplikationen zu rechnen ?

Es handelt sich bei den geplanten Maßnahmen um Routineeingriffe, dennoch  möchten wir Sie auf eventuell auftretende Störungen aufmerksam machen.

Allgemeine Risiken

Nachblutungen und Blutergüsse

Müssen unter Umständen behandelt werden. Dabei kann auch eine operative Maßnahme notwendig werden.

Unverträglichkeitsreaktionen

Können auf jeden in der Medizin benutzten Wirkstoff vorkommen, z.B. auch auf Desinfektionsmittel oder Medikamente. Als Symptome können Juckreiz, Schwindel oder Erbrechen auftreten. In schwereren Fällen kommt es zu Atemnot und Kreislaufversagen, in seltenen Fällen mit bleibenden Schäden an Organen wie z.B. Nieren- oder Hirnschädigungen.

Thromboembolien:

Besonders bei immobilisierten Patienten können Gerinsel in den Blutgefäßen entstehen, die, wenn Sie in andere Organsysteme verschleppt werden, schwerste Störungen (Embolien) hervorrufen können wie z.B. Lungenembolie oder Schlaganfälle. Dieses Risiko ist besonders bei Patienten mit Übergewicht, Rauchern und bei der Einnahme von Hormonpräparaten erhöht. Die Gabe von Heparin zur Vermeidung von Thrombosen kann zu einer erhöhten Blutungsneigung und im schlimmsten Fall zu einer schweren Blutgerinnungsstörung (HIT) führen.

Bitte fragen Sie ihren Arzt nach Ihrem individuellen Risiko.

Infektion:

Gelangen Krankheitserreger in eine Wunde oder Einstichstelle, kann es zu Infektionen in der Wunde und selten auch zu weitergeleiteten Entzündungen (Sepsis) oder zu Lymphgefäßentzündungen kommen. Dadurch können berührungsempfindliche und eventuell kosmetisch störende Narben entstehen.

 

Spezielle Risiken

 

Gelenkpunktion/Injektion:

Einblutungen:

Bei Punktion eines Gelenkes kommt es sehr selten zu einer Blutung in das Gelenk, die mit einer erneuten Punktion abgesaugt werden muss.

Gelenkinfektionen:

Bei jeder Maßnahme am Gelenk kann es in seltenen Fällen zu einer eitrigen Entzündung des Gelenkes kommen, die auch über einen längeren Zeitraum anhalten kann und trotz intensiver Maßnahmen zu Knocheneiterungen oder Fistelbildungen ( Kanal zwischen Wunde und Hautoberfläche ) führen kann. Nur in extremen Ausnahmefällen kann es zu Gelenkversteifung oder Verlust der Gliedmaße kommen.

Verletzungen von Muskel und Sehnengewebe:

In seltenen Fällen können Infektionen oder versehentliche Punktion von diesen Geweben  zu

Gefühlsstörungen und Funktionsverlusten führen. Außerdem kann es zu einem Verschluss der Blutgefäße kommen.

Nebenwirkungen eines eingespritzten Medikamentes:

Jedes Medikament kann zu Unverträglichkeits-reaktionen führen ( Allergie ), die gelegentlich mit Medikamenten behandelt werden müssen. In seltenen Fällen können allergische Reaktionen lebensbedrohlich verlaufen und müssen stationär behandelt werden.

 

Vorübergehende Schwäche der Muskulatur und Gefühlsstörungen:

Nach wirbelsäulennahen Infiltrationen kann es zu Muskelschwäche und Gangunsicherheit kommen. Sollten Sie diese Symptome bemerken, informieren Sie bitte unbedingt das Praxispersonal.

 

Verbände/Gipsverbände

Verbände können bei Anschwellung des verletzten Körperteils zu Durchblutungs– und Nervenstörungen führen. Bei auftretenden Schmerzen, Verfärbungen der Haut, und oder Gefühlsstörungen kontaktieren Sie bitte einen Arzt, da es unbehandelt im Extremfall zu einem Verlust der Gliedmaße kommen kann.

 

Versteifungen von Gelenken

können nach einer Gipsbehandlung häufig vorkommen. Nicht in allen Fällen kann später eine vollständige Beweglichkeit wiederhergestellt werden. Nervendruckschäden entstehen selten bei stabilisierenden Verbänden, oder bei Lagerung auf Schienen. Eine schmerzhafte Weichteilschwellung mit Bewegungseinschränkung (Sudecksche Erkrankung) kann gelegentlich auch nach kurzzeitiger Ruhigstellung und kleineren Verletzungen auftreten und zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen führen.

 

Fehlstellungen

Trotz ruhigstellender Behandlung kann es zu Verschiebungen der Bruchstücke mit Fehlstellungen in allen Achsen oder zu Falschgelenkbildung kommen, die eine weitere Behandlung, eventuell mit Operation erforderlich machen.

 

Röntgen:

Strahlenbelastung: Durch die moderne Gerätetechnik ist die Strahlenbelastung sehr gering, bitte lassen Sie sich die Röntgenuntersuchungen aus Strahlenschutzgründen und um Doppeluntersuchungen zu vermeiden in Ihren Röntgenpass eintragen. Diesen halten wir für Sie bereit. Bitte teilen Sie uns eine mögliche Schwangerschaft unbedingt vor einer Röntgenuntersuchung mit, um jedes Risiko einer Schädigung für das ungeborene Kind auszuschließen.

 

Chirotherapie

Bei der Chirotherapie kann es besonders im Bereich der Wirbelsäule auch bei sorgfältigster und fehlerfreier Durchführung zu unerwünschten Wirkungen kommen. Klinisch stumme Bandscheibenschäden, d.h. die bisher keine Beschwerden verursacht haben, können plötzlich oder dauerhaft Beschwerden verursachen. Dabei können selten Gefühlstörungen, Lähmungen oder Missempfindungen auftreten. Extrem selten kann es im Bereich der Halswirbelsäule zu Gefäßschäden  mit Schwindel, Gefühlsstörungen und Schlaganfallsymptomen kommen.

 

Hinweise zu Medikamentenverordnungen

 

Bitte beachten Sie bei der Verordnung von Medikamenten und Arzneimitteln die Herstellerangaben.

Stimmen Sie bei chronischen oder akuten Behandlungen die Einnahme grundsätzlich vor Beginn der Behandlung mit Ihrem Hausarzt / Internisten / Kardiologen / Urologen ab. Beachten Sie Hinweise zu Schwangerschaft und teilen uns eine solche unverzüglich mit.

Bitte beachten Sie die Herstellerangaben zu Einschränkung der Verkehrstüchtigkeit und Reaktionsfähigkeit sowie Magen- und Darmverträglichkeit. Beachten Sie auch das Kontrazeptiva (die „Pille“) in ihrer Wirksamkeit durch verordnete Medikamente beeinträchtigt werden und stellen Sie Ihr Verhalten darauf ein.

 

Rechtliche Hinweise

 Die fachärztliche Aufgabe beschränkt sich ausschließlich auf die Behandlung und Abklärung  fachspezifischer Symptome und Erkrankungen. Um Untersuchungs- und Behandlungsdefizite zu vermeiden, besitzt der Hausarzt die koordinative Fachkompetenz. Um eine adäquate Koordination und somit Behandlung zu gewährleisten, erbitten wir von unseren Patient/innen eine entsprechende Überweisung und Einbindung des Hausarztes in das Behandlungsgeschehen.

 Ferner bin ich als Arzt verpflichtet, Sie über Abklärungs- und Behandlungsverfahren zu informieren, auch wenn diese nicht durch Ihre Versicherung getragen werden. Dies gilt sowohl für Privatpatienten wie auch gesetzlich Versicherte.

 

 © 2014 Praxisklinik Asberg